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Lana

Lana von der Damminsel

11.10.1993 - 19.9.2006
in unseren Herzen wirst du ewig weiterleben    




Wenn Hunde in den Himmel kommen, brauchen sie keine Flügel, denn Gott weiß, dass Hunde rennen möchten. So gibt er ihnen Wiesen. Wiesen und Wiesen und Wiesen.
Wenn ein Hund im Himmel ankommt, dann rennt er einfach los.
Im Hundehimmel gibt es schöne Seen, groß und klar. Und überall Gänse, die flattern und schnattern, zupfen und rupfen. Hunde lieben das.
Sie rennen am Wasser entlang und bellen und bellen. Und Gott, hinter einem Baum verborgen, schaut ihnen zu und lächelt.
Natürlich gibt es Engel dort, Engelkinder. Gott weiß, dass Hunde Kinder mehr lieben als alles andere sonst auf der Welt. Darum schickt er viele Engelkinder in seinen Hundehimmel.

Es gibt dort Kinder mit Fahrrädern und Kinder mit Schlitten; es gibt Kinder, die rote Gummibälle werfen, und Kinder, die ihre Drachen durch die Wolken ziehen. Die Hunde sind dabei, und die Kinder lieben sie heiß.
Und, oh, Hundekuchen! Hundekuchen über Hundekuchen, so weit das Auge reicht. Gott hat einen Sinn für Humor. So gibt er seinen Hundekuchen die Gestalt von witzigen Tieren und anderen Sachen: Kätzchen-Hundekuchen gibt es und Eichhörnchen-Hundekuchen. Aber auch Eiskrem-Hundekuchen und Schinkenbrötchen-Hundekuchen. Klar, jeder Engel, der vorbeikommt, hat einen Leckerbissen für jeden Hund
.
Und natürlich, alle Gottes-Hunde gehorchen sofort, wenn ein Engel "Sitz!" sagt. Im Hundehimmel wird jeder Hund ein guter Hund. Gott schüttelt unermüdlich Wolken auf; damit macht er weiche Kuschelbetten für seinen Hunde im Hundehimmel. Und wenn sie dann müde sind vom vielen Rennen und Bellen und Schinkenbrötchen-verschlingen, findet ein jeder von ihnen ein Wolkenbett zu Schlafen. Sie legen sich nieder, drehen sich um und um auf ihrer Wolke. .bis sie genau richtig liegen, und dann rollen sie sich zusammen und schlafen ein.
Gott wacht über jeden Einzelnen von ihnen, und schlechte Träume gibt es nicht.
Alle Hunde im Hundehimmel haben jemandem gehört, solange sie auf der Erde waren. Natürlich haben sie das nicht vergessen. Ihr Himmel ist voller Erinnerungen. Und manchmal führt ein Engel einen Hund zu einem kleinen Besuch zurück auf die Erde. Niemand auf der Erde kann ihn sehen oder hören. Aber der Hund schnüffelt in seinem alten Hof herum, sieht nach der Katze von nebenan, folgt seinem Menschenkind auf dem Schulweg, hockt sich vor die Gartentür und wartet auf den Briefträger. Und dann, wenn er zufrieden feststellt, dass alles in Ordnung ist, kehrt er mit seinem Engel in den Himmel zurück.

Denn das ist ihr Platz, ganz in der Nähe Gottes, der sie geschaffen hat. Die Hunde im Hundehimmel, die auf der Erde kein richtiges Zuhause hatten, bekommen eines im Himmel. Dort haben sie Höfe und Vorgärten zum darin Spielen, und Sofas zum darauf Liegen und Tische zum darunter Sitzen, während die Engel ihre Mahlzeiten einnehmen.
Natürlich hat jeder Hund seinen Napf mit seinem Namen darauf. Und jeder Hund wird den ganzen Tag gestreichelt Und bekommt gesagt, wie brav er ist.
Hunde dürfen im Hundehimmel bleiben, solange sie möchten, und das kann bedeuten, für immer.
Wenn alte Freunde ankommen, werden sie schon erwartet. Die Hunde im Hundehimmel werden da sein, gleich an der Himmelspforte: Beinahe wie Engel.

...danke Sandra für dieses wunderschöne Gedicht

 
  




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